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FortiClient EMS: Authentifizierungslücke für Malware-Verbreitung genutzt

FortiClient EMS: Authentifizierungslücke für Malware-Verbreitung genutzt

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Rafi GrzonkaRafi Grzonka
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FortiClient EMS: Neue Malware-Kampagne über Authentifizierungslücke

Sicherheitsforscher haben eine aktive Ausnutzung einer Authentication-Bypass-Schwachstelle in Fortinets FortiClient Enterprise Management Server (EMS) dokumentiert. Die Lücke mit der CVE-Nummer CVE-2026-35616 wird gezielt eingesetzt, um einen neuen Infostealer namens EKZ auf Unternehmens-Systemen zu installieren.

Was ist die Schwachstelle?

Die Authentifizierungslücke ermöglicht es Angreifern, sich ohne gültige Anmeldedaten Zugriff auf die Management-Konsole zu verschaffen. FortiClient EMS wird in vielen Unternehmen zur zentralen Verwaltung von Endpoint-Security eingesetzt – ein prädestinierter Angriffspunkt für Cyberkriminelle, um eine große Anzahl von Geräten zu kompromittieren.

EKZ Infostealer – der neue Schädling

Der neu entdeckte Malware-Typ EKZ ist ein Credential Stealer, dessen Funktionsweise bislang nicht vollständig dokumentiert ist. Infostealers dieser Kategorie zielen typischerweise darauf ab, Anmeldedaten, API-Keys und andere sensible Informationen von betroffenen Systemen abzugreifen. Der EKZ scheint speziell darauf ausgerichtet zu sein, aus der Unternehmensumgebung Daten zu extrahieren.

Risiko für Unternehmen

Wer FortiClient EMS nutzt, sollte diese Schwachstelle ernst nehmen: Ein Angreifer kann über die kompromittierte Management-Instanz potenziell hunderte oder tausende von Endpoints unter Kontrolle bringen. Darüber hinaus erhalten Cyberkriminelle durch den Infostealer Zugriff auf Unternehmens-Credentials, die wiederum für weiterführende Angriffe genutzt werden können – etwa für Lateral Movement oder Ransomware-Kampagnen.

Maßnahmen

Unternehmen sollten sofort prüfen, ob ihre FortiClient EMS-Installation betroffen ist. Fortinet hat bereits Security Advisories veröffentlicht. Empfohlene Sofortmaßnahmen:

  • Patchmanagement: Updates einspielen, sobald verfügbar
  • Monitoring: Zugriffslogs der EMS auf verdächtige Aktivitäten prüfen
  • Isolation: Falls Kompromittierung vermutet wird, betroffene EMS temporär vom Netz nehmen
  • Endpoint-Scanning: Systeme auf EKZ und andere Malware überprüfen

Die Kampagne zeigt erneut, wie wertvoll Management-Tools für Angreifer sind – wer hier Zugang erhält, multipliziert seinen Einfluss exponentiell.

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