Aktive Exploitation bereits im Gange
Bedrohungsakteure nutzen eine kürzlich offengelegte kritische Sicherheitslücke in der ServiceNow AI Platform aktiv aus. Das Threat-Intelligence-Unternehmen Defused Cyber hat die In-the-Wild-Exploitation von CVE-2026-6875 dokumentiert und veröffentlicht.
Details zur Schwachstelle
Die Lücke trägt den CVSS-Score 9.5 und wird als Sandbox-Escape-Vulnerability klassifiziert. Sie ermöglicht es unauthentifizierten Nutzern, beliebigen Code auszuführen. Das bedeutet, dass Angreifer ohne vorherige Authentifizierung auf das System zugreifen und Befehle ausführen können – eine erhebliche Eskalation des Risikos.
Die Sandbox sollte normalerweise als Sicherheitsbarriere fungieren und Codeausführung isoliert halten. Ein Escape aus dieser Sandbox bedeutet, dass Angreifer möglicherweise auf andere Systemkomponenten und Daten zugreifen können.
Handlungsbedarf für Organisationen
Für Unternehmen, die ServiceNow AI Platform einsetzen, ist zeitnahe Aufmerksamkeit erforderlich. Die Tatsache, dass bereits öffentliche Exploits vorhanden sind, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer breiteren Ausnutzung erheblich.
ServiceNow hat Patches veröffentlicht – diese sollten prioritär eingespielt werden. Eine vollständige und zeitnahe Patching-Strategie ist hier nicht optional, sondern essentiell. Unternehmen sollten:
- Verfügbare Sicherheitsupdates sofort einspielen
- Ihre ServiceNow-Instanzen auf neueste Versionen aktualisieren
- Monitoring für verdächtige Aktivitäten in den Logs verstärken
- Netzwerkzugriffe auf die AI Platform-Komponenten einschränken
Kontext
Diese Art von Sandbox-Escapes ist besonders problematisch bei KI-Plattformen, da sie oft sensible Verarbeitungsprozesse unterstützen. Die Kombination aus unauthentifiziertem Zugang und beliebiger Code-Ausführung macht die Lücke zu einer der kritischsten Kategorien von Sicherheitsproblemen.

