n8n schließt kritische Sandbox-Lücke
n8n hat eine High-Severity-Schwachstelle in seiner Expression-Sandbox behoben, die es authentifizierten Workflow-Editoren ermöglichte, beliebige Betriebssystem-Befehle auf dem Server auszuführen. Das Security-Team von Security Joes entdeckte die Lücke während der Analyse eines früheren Patches für CVE-2026-27577 – und fand dabei einen zusätzlichen Bypass.
Betroffene Versionen
Die Schwachstelle betraf:
- Alle Versionen vor 2.31.5
- Versionen ab 2.32.0 bis einschließlich 2.32.0
n8n hat die Lücke in den Versionen 2.31.5 und 2.32.1 geschlossen. Nutzer sollten schnellstmöglich auf eine dieser oder neuere Versionen updaten.
Warum ist das problematisch?
Die Expression-Sandbox in n8n soll verhindern, dass über Expressions (Formeln in Workflows) Zugriff auf sensible Systemressourcen erfolgt. Ein Sandbox-Escape ermöglicht Angreifern, diese Schutzmaßnahmen zu umgehen. In diesem Fall konnten authentifizierte Benutzer direkt Befehle im Kontext des n8n-Prozesses ausführen – was vollständigen Zugriff auf die Plattform und potentiell auf verbundene Systeme bedeutet.
Die Voraussetzung ist allerdings eine gültige Authentifizierung. Ein unauthentifizierter Remote Code Execution war nicht möglich.
Hintergrund: Wiederholte Probleme
Die aktuelle Lücke zeigt ein wiederkehrendes Pattern: Security Joes untersuchte eigentlich einen früheren Patch (CVE-2026-27577 aus Februar) und fand dabei nicht nur ein Ausweich-Bypass zum vorherigen Fix, sondern eine völlig neue Schwachstelle.
Das deutet darauf hin, dass die Sandbox-Implementierung grundsätzliche Sicherheitsprobleme hat. Ein einmaliger Patch behebt oft nur symptomatisch, während die eigentliche Schwachstelle bestehen bleibt.
Was sollten Nutzer tun?
- Sofort updaten auf Version 2.31.5, 2.32.1 oder neuer
- Workflow-Berechtigungen prüfen: Wer hat Zugriff auf Workflow-Editoren?
- Audit-Logs checken: Hat jemand vor dem Patch verdächtige Expressions verwendet?
- n8n-Sicherheitsadvisories abonnieren für zukünftige Patches
Für Unternehmen mit kritischen Workflows empfiehlt sich zudem eine Überprüfung, welche Systeme von n8n aus erreichbar sind – um Blast-Radius im Ernstfall zu minimieren.

