// sicherheits-checkliste / für einsteiger
Was du NICHT in ChatGPT eingeben solltest
KI-Chats fühlen sich privat an wie ein Tagebuch — sind es aber nicht. Was du eingibst, kann auf fremden Servern gespeichert und ausgewertet werden. Diese Checkliste zeigt die zehn Dinge, die nichts in ein öffentliches KI-Tool gehören — je mit Begründung und sicherer Alternative.
KI-Chats fühlen sich privat an wie ein Tagebuch — sind es aber nicht. Was du eingibst, kann auf fremden Servern gespeichert, ausgewertet und je nach Einstellung sogar zum Training genutzt werden. Diese Checkliste zeigt in einfachen Worten, welche zehn Dinge nichts in einem öffentlichen KI-Tool zu suchen haben — und was du stattdessen tun kannst.
Erstellt von der FlowKI-Community. Für Einsteiger gedacht, ohne Technik-Vorwissen. Gilt für ChatGPT, Gemini, Copilot und die meisten kostenlosen KI-Dienste gleichermaßen.
Warum das wichtig ist
Ein KI-Chat läuft auf den Servern des Anbieters, oft außerhalb Deutschlands. Deine Eingaben können gespeichert werden, von Menschen zur Qualitätssicherung gesehen werden und – je nach Tarif und Einstellung – ins Training einfließen. Faustregel: Behandle jede Eingabe, als könnte sie irgendwann öffentlich werden.
Die 10 Dinge — und die sichere Alternative
| # | Nicht eingeben | Warum | Sichere Alternative |
|---|---|---|---|
| 1 | Passwörter & PINs | landen im Klartext auf fremden Servern | Passwort-Manager nutzen |
| 2 | API-Keys & Zugangstoken | können zum Missbrauch deiner Konten führen | im Text durch DEIN_KEY ersetzen |
| 3 | Kreditkarten-/Bankdaten | Finanzbetrug-Risiko | nie in Chats, nur auf gesicherten Zahlungsseiten |
| 4 | Ausweis-/Sozialversicherungsnummern | Identitätsdiebstahl | anonymisieren oder weglassen |
| 5 | Gesundheitsdaten (deine/anderer) | hochsensibel, DSGVO-kritisch | mit Fachperson besprechen, nicht mit der KI |
| 6 | Kundendaten / personenbezogene Daten Dritter | du haftest nach DSGVO | Namen durch Platzhalter ersetzen |
| 7 | Firmen-Interna & Geschäftsgeheimnisse | können Wettbewerbern nützen / Vertragsbruch | firmeneigene/EU-gehostete Tools nutzen |
| 8 | Vollständige urheberrechtlich geschützte Texte | rechtlich heikel | nur Ausschnitte, klar als Zitat |
| 9 | Kompromittierende private Details | können gespeichert/geleakt werden | im Zweifel für dich behalten |
| 10 | Interne Zugangsdaten am Arbeitsplatz | Sicherheitsrisiko fürs ganze Unternehmen | IT-Richtlinie beachten, nachfragen |
Der einfache Merksatz
Wenn du es nicht auf eine Postkarte schreiben würdest, schreib es nicht in einen KI-Chat. Alles, was privat, geheim oder rechtlich geschützt ist, gehört nicht hinein.
Drei schnelle Schutz-Einstellungen
- Trainings-Nutzung abschalten: viele Dienste bieten in den Einstellungen einen Schalter, damit deine Chats nicht zum Training verwendet werden.
- Chat-Verlauf bewusst nutzen: sensible Recherchen im temporären/„privaten" Modus führen, wo der Chat nicht dauerhaft gespeichert wird.
- Platzhalter statt echter Daten: ersetze Namen, Zahlen und Schlüssel durch
[Platzhalter]— die KI hilft trotzdem, nur ohne dein Risiko.
Wenn doch mal etwas passiert ist
- Passwort geleakt? Sofort ändern, überall wo es genutzt wurde.
- API-Key eingegeben? Den Key beim Anbieter widerrufen und neu erstellen.
- Kundendaten eingegeben? Prüfen, ob eine Meldepflicht nach DSGVO greift, und im Zweifel den Datenschutzbeauftragten einbeziehen.
Das Wichtigste in einem Satz
KI-Tools sind großartige Helfer — aber sie sind kein sicherer Tresor. Nutze sie mit Platzhaltern statt echten Geheimnissen, dann bekommst du die Hilfe ohne das Risiko.
Noch unsicher, was okay ist und was nicht? In der FlowKI-Community kannst du nachfragen, bevor du etwas eingibst. Passt gut zu unserem KI-Grundbegriffe-Spickzettel.
// weiter geht's in der community
Fragen, Feedback, eigene Ergänzungen?
Dieses Freebie ist ein Startpunkt, kein Endpunkt. Im deutschsprachigen FlowKI-Club-Discord besprichst du deine Fälle mit anderen KI-Praktikern, bekommst Updates zu den Sammlungen zuerst und kannst eigene Beiträge einbringen.
Zur FlowKI-Community →