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Ollama Setup: dein erstes lokales Modell
Ein KI-Modell auf dem eigenen Rechner laufen lassen — ohne Cloud, ohne Anmeldung, ohne dass Daten das Gerät verlassen: der stärkste Datenschutz-Hebel, den es gibt. Ollama ist der einfachste Weg dorthin. Diese Anleitung führt dich von der Installation bis zum ersten Chat, für Windows, macOS und Linux.
Ein KI-Modell auf dem eigenen Rechner laufen lassen — ohne Cloud, ohne Anmeldung, ohne dass Daten das Gerät verlassen: Das ist der stärkste Datenschutz-Hebel, den es gibt. Ollama ist der einfachste Weg dorthin. Diese Anleitung führt dich von der Installation bis zum ersten Chat, für Windows, macOS und Linux.
Erstellt von der FlowKI-Community. Die Befehle sind stabil; die konkreten Modell-Namen/-Größen ändern sich — die neueste Liste steht immer auf der offiziellen Modell-Seite von Ollama.
Was du brauchst
- Einen halbwegs aktuellen Rechner. Für kleine Modelle (1–3 Mrd. Parameter) reicht oft schon eine CPU mit 8 GB RAM; für flüssige größere Modelle hilft eine Grafikkarte mit genug Speicher.
- Rund 15 Minuten und ein paar GB freien Speicherplatz pro Modell.
- Hintergrundwissen zu Modellgrößen/Quantisierung: siehe Quantisierung Q4/Q5/Q8.
Schritt 1 — Ollama installieren
- Windows: Installer von ollama.com/download laden und ausführen. Ollama läuft danach als Hintergrunddienst.
- macOS: ebenfalls über ollama.com/download (App laden, in den Programme-Ordner ziehen).
- Linux: im Terminal:
curl -fsSL https://ollama.com/install.sh | sh
Schritt 2 — Installation prüfen
Öffne ein Terminal (Windows: PowerShell) und tippe:
ollama --version
Erscheint eine Versionsnummer, läuft alles.
Schritt 3 — Ein Modell laden und starten
Ein Modell ziehen und direkt chatten (Beispiel mit einem kleinen Modell):
ollama run llama3.2
Beim ersten Aufruf lädt Ollama das Modell herunter, danach startet direkt der Chat. Tippe
deine Frage, Strg + D (bzw. /bye) beendet den Chat.
Tipp: Fang klein an. Ein 1–3B-Modell startet auf fast jeder Hardware. Läuft es flüssig, probierst du ein größeres. Welche Größe/Quantisierung passt, klärt das Quantisierungs-Cheat-Sheet.
Schritt 4 — Nützliche Befehle
| Befehl | Wirkung |
|---|---|
ollama list |
zeigt installierte Modelle |
ollama pull [modell] |
lädt ein Modell, ohne zu starten |
ollama run [modell] |
startet einen Chat |
ollama rm [modell] |
löscht ein Modell (Speicher frei) |
ollama ps |
zeigt laufende Modelle |
/bye |
beendet den aktuellen Chat |
Schritt 5 — Modell in eigenen Programmen nutzen (optional)
Ollama stellt eine lokale Schnittstelle bereit (standardmäßig auf Port 11434). So kannst du per einfachem Aufruf antworten lassen:
curl http://localhost:11434/api/generate -d '{
"model": "llama3.2",
"prompt": "Erklär mir in einem Satz, was Ollama ist.",
"stream": false
}'
Damit lässt sich ein lokales Modell in eigene Skripte oder Tools einbinden — komplett offline.
Häufige Stolpersteine
- Modell zu groß. Bricht das Laden ab oder wird es extrem langsam, ist zu wenig Speicher (RAM/VRAM) da → kleineres Modell oder stärkere Quantisierung wählen.
- „Command not found" nach der Installation. Terminal neu öffnen; unter Windows kurz ab- und anmelden, damit der Pfad aktiv wird.
- GPU wird nicht genutzt. Aktuelle Grafiktreiber installieren; Ollama nutzt die GPU automatisch, wenn sie erkannt wird — sonst läuft es (langsamer) auf der CPU.
- Speicher voll. Modelle sind groß. Mit
ollama listprüfen und Ungenutztes perollama rmentfernen.
Warum lokal?
Deine Eingaben verlassen den Rechner nicht — ideal für sensible Inhalte und ein starker DSGVO-Hebel. Der Nachteil: lokale Modelle sind kleiner als die großen Cloud-Modelle, also nicht immer so stark. Für viele Aufgaben (Zusammenfassen, Umformulieren, Entwürfe) reichen sie aber gut.
Welche Modelle laufen bei dir am besten? Teile deine Konfiguration in der FlowKI-Community.
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