Haltefrist
Ein Jahr ist der Schlüssel
Verkaufst du mehr als ein Jahr nach dem Kauf, ist der Gewinn in der Regel steuerfrei. Verkaufst du innerhalb eines Jahres, ist der Gewinn steuerpflichtig. Die Haltefrist ist das Kernstück der Krypto-Besteuerung.


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Tool · Krypto & Steuer
Dieser interaktive Rechner zeigt dir, welche Gewinne aus Krypto-Verkäufen in Deutschland steuerpflichtig sind. Basis: § 23 EStG (private Veräußerungsgeschäfte), Haltefrist ein Jahr, FIFO-Prinzip und Freigrenze. Der wichtigste Hebel: Verkaufst du mehr als ein Jahr nach dem Kauf, ist der Gewinn steuerfrei. Verkaufst du innerhalb eines Jahres, wird der Gewinn mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert — aber nur, wenn die Freigrenze überschritten wird.
Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht gespeichert. Für verbindliche Auskünfte konsultiere einen Steuerberater — dieser Rechner ist ein Orientierungs-Tool, keine Steuerberatung.
Interaktives Tool · Krypto
Dieser Rechner zeigt dir grob, welche Gewinne aus Krypto-Verkäufen in Deutschland steuerpflichtig sind. Basis: § 23 EStG (private Veräußerungsgeschäfte), Haltefrist ein Jahr, FIFO-Prinzip, Freigrenze. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht gespeichert.
⚠️ Wichtiger Disclaimer
Dies ist keine Steuer- oder Rechtsberatung, sondern ein vereinfachtes Orientierungs-Tool. Steuerrecht ist komplex, individuell und ändert sich. Für deine verbindliche Steuererklärung konsultiere einen Steuerberater oder die offiziellen Quellen. Stand: 12.08.2026. Ohne Gewähr.
Was dieser Rechner NICHT berücksichtigt: Staking, Lending, DeFi-Rewards, NFTs, gewerbliches Trading, Mining, Krypto-zu-Krypto-Tausch als separate Verkäufe, Gebühren, Sonderfälle. Für vollständige Steuererklärungen nutze professionelle Krypto-Steuer-Software oder einen Steuerberater.
Kryptowährungen im Privatvermögen gelten in Deutschland als private Veräußerungsgeschäfte (§ 23 EStG) — ähnlich wie bei anderen Wirtschaftsgütern, nicht wie bei Aktien. Das hat zentrale Folgen:
Ein Jahr ist der Schlüssel
Verkaufst du mehr als ein Jahr nach dem Kauf, ist der Gewinn in der Regel steuerfrei. Verkaufst du innerhalb eines Jahres, ist der Gewinn steuerpflichtig. Die Haltefrist ist das Kernstück der Krypto-Besteuerung.
Nicht Freibetrag, sondern Freigrenze!
Liegt dein Gesamtgewinn unter der Freigrenze, bleibt er steuerfrei. Überschreitest du sie, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig — nicht nur der übersteigende Betrag. Prüfe den aktuell gültigen Wert beim BMF oder deinem Steuerberater.
First in, first out
Wenn du mehrere Käufe zu unterschiedlichen Zeitpunkten getätigt hast, wird beim Verkauf angenommen, dass du zuerst die ältesten Coins verkaufst. Das ist wichtig für die Berechnung der Haltefrist und Anschaffungskosten.
Verluste mit Gewinnen verrechnen
Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften kannst du in der Regel mit Gewinnen aus gleichartigen Geschäften verrechnen. Das reduziert die Steuerlast. Dokumentation ist entscheidend.
Tauschen zählt als Verkauf: Krypto-zu-Krypto-Tausch (z.B. Bitcoin gegen Ethereum) ist steuerlich ein Verkauf plus Kauf — nicht steuerneutral.
Bezahlen zählt als Verkauf: Mit Krypto etwas kaufen ist ebenfalls eine Veräußerung und kann steuerpflichtig sein.
Staking, Lending, Rewards: können eigene steuerliche Folgen haben (teils als sonstige Einkünfte) — hier ist die Lage differenziert, unbedingt fachlich klären.
Dokumentation ist alles: Ohne saubere Aufzeichnungen wird die Steuererklärung zum Albtraum — das Finanzamt schätzt im Zweifel zu deinen Ungunsten. Jede Transaktion festhalten: Datum, Menge, Kurs, Gebühren, Zweck.
Steuer ist nur ein Teil des sicheren Umgangs mit Kryptowährungen. Diese Guides helfen dir bei den Grundlagen, Sicherheit und Dokumentation:
Ausführlicher Guide zu § 23 EStG, Haltefrist, Freigrenze, FIFO und häufigen Fehlern — als PDF zum Download.
Schütze deine Coins vor Verlust und Diebstahl — praktische Checkliste für sichere Aufbewahrung.
Blockchain, Wallet, Private Key, HODL — die wichtigsten Begriffe verständlich erklärt.
Hardware, Software, Paper, Custodial — welche Wallet-Art passt zu dir?
Für aktuelle Entwicklungen und KI-Anwendungen in der Krypto-Welt siehe Magazin: Crypto mit KI.
Kryptowährungen im Privatvermögen gelten als private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG. Verkaufst du mehr als ein Jahr nach dem Kauf, ist der Gewinn steuerfrei. Verkaufst du innerhalb eines Jahres, wird der Gewinn mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Dazu kommt eine jährliche Freigrenze von 1.000 Euro (seit dem Steuerjahr 2024, davor 600 Euro): Bleibt dein Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften darunter, ist er steuerfrei; erreicht er die 1.000 Euro, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig (Freigrenze, nicht Freibetrag!).
Die Haltefrist beträgt ein Jahr und läuft kalendarisch (§§ 187, 188 BGB) — nicht über 365 Tage. Kaufst du am 3. März, endet die Frist mit Ablauf des 3. März des Folgejahres; verkaufst du danach, ist der Gewinn in der Regel steuerfrei. Verkaufst du innerhalb der Frist, ist der Gewinn steuerpflichtig. Die Haltefrist ist der wichtigste steuerliche Hebel bei Krypto-Investments.
FIFO steht für "First in, first out". Wenn du mehrere Käufe einer Kryptowährung zu unterschiedlichen Zeitpunkten getätigt hast, wird beim Verkauf angenommen, dass du zuerst die ältesten Coins verkaufst. Das ist wichtig für die Berechnung der Haltefrist und der Anschaffungskosten. FIFO ist das übliche Verfahren, das das Finanzamt anwendet.
Wichtig: Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Liegt dein Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Jahr unter 1.000 Euro, bleibt er komplett steuerfrei. Erreichst du die Grenze, wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig — nicht nur der übersteigende Betrag. Das Gesetz formuliert es als „weniger als 1.000 Euro“ (§ 23 Abs. 3 S. 5 EStG), genau 1.000 Euro sind also bereits voll steuerpflichtig. Die Grenze gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen, also auch für Gold oder Kunst.
Ja. Wenn du eine Kryptowährung gegen eine andere tauschst (z.B. Bitcoin gegen Ethereum), ist das steuerlich ein Verkauf der ersten Währung plus ein Kauf der zweiten. Der Tausch ist also nicht steuerneutral — die Haltefrist und eventuelle Gewinne der getauschten Währung sind relevant.
Ja, wenn du innerhalb der Haltefrist (ein Jahr) verkauft hast und Gewinne erzielt hast. Auch wenn du unter der Freigrenze bleibst, solltest du die Gewinne angeben, um die Freigrenze nachzuweisen. Ohne saubere Dokumentation kann das Finanzamt zu deinen Ungunsten schätzen. Bei Unsicherheit: Steuerberater konsultieren.
Viele oder komplexe Transaktionen: DeFi, Staking, NFTs, Lending — bei komplexen Sachverhalten ist professionelle Beratung sinnvoll.
Gewerbliche Aktivität: Häufiges Trading oder Mining im größeren Stil kann als Gewerbe eingestuft werden — andere steuerliche Regeln.
Unsicherheit bei der Einordnung: Lieber einmal fragen als falsch erklären. Eine fehlerhafte Steuererklärung kann teuer werden.
Hohe Gewinne: Bei signifikanten Beträgen lohnt sich professionelle Optimierung und Absicherung.