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UNC6692 setzt Microsoft Teams für Snow-Malware ein

Eine Threat Group namens UNC6692 nutzt Social Engineering über Microsoft Teams, um die neue Malware-Suite Snow zu verbreiten. Sie besteht aus Browser-Extension, Tunneler und Backdoor.

UNC6692 setzt Microsoft Teams für Snow-Malware ein

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UNC6692 nutzt Microsoft Teams für Malware-Verteilung

Die Threat Group UNC6692 setzt auf eine bekannte Angriffsvektor: Sie missbraucht Microsoft Teams als Distributionskanal für eine neu entdeckte Malware-Suite namens "Snow". Der Ansatz kombiniert Social Engineering mit Custom-developed Malware – ein Muster, das zeigt, wie gezielt moderne Kommunikationstools infiltriert werden.

Die Snow-Malware Suite

Snow besteht aus drei Komponenten, die unterschiedliche Angriffsziele erfüllen:

Browser-Extension: Ermöglicht das Abfangen von Browserdaten und Credentials. Diese Art von Extension wird oft mit geringeren Schutzmaßnahmen wahrgenommen als traditionelle Malware.

Tunneler: Baut verschlüsselte Verbindungen zu Command-and-Control-Servern auf und ermöglicht damit Datenexfiltration und Remote-Kommunikation.

Backdoor: Verschafft dem Angreifer persistenten Zugriff auf infizierte Systeme und ermöglicht weitere Malware-Installation.

Angriffsvektor: Vertrauen ausnutzen

Der Missbrauch von Microsoft Teams ist strategisch sinnvoll. Das Tool ist in vielen Unternehmen installiert, wird vertraut und ist oft weniger intensiv überwacht als externe Mail-Systeme. Social-Engineering-Nachrichten über Teams wirken glaubwürdiger – besonders wenn sie von kompromittierten internen Accounts stammen.

Implikationen für Sicherheit

Dieser Angriff unterstreicht mehrere aktuelle Sicherheitstrends:

  • Legitimate-Tool-Missbrauch: Angreifer bevorzugen echte, vertraute Software statt offensichtlicher Malware
  • Supply-Chain-Denken: Teams ist oft Teil der Unternehmensinfrastruktur – eine attraktive Angriffsfläche
  • Custom-Malware wird häufiger: Maßgeschneiderte Tools wie Snow entgehen eher Antivirus-Erkennungen als Standard-Malware

Was Unternehmen tun können

Die Verteidigungslinie muss auf mehreren Ebenen laufen: Mitarbeiter-Training zu Social Engineering, Netzwerk-Segmentierung, regelmäßige Browser-Extension-Audits und Monitoring von Teams-Aktivitäten. Browser-Isolation und strikte Privilege-Management-Richtlinien reduzieren das Risiko zusätzlich.

Der Snow-Fall zeigt: Die gefährlichsten Malware-Kampagnen nutzen nicht exotische Techniken, sondern das, was bereits in der Infrastruktur existiert.

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