// vorlage / interne KI-richtlinie
KI-Richtlinie für KMU (Vorlage)
Ohne schriftliche Regel gibt jeder im Team nach Gefühl Daten in KI-Tools ein. Diese Vorlage gibt dir eine fertige, anpassbare interne KI-Nutzungsrichtlinie an die Hand — erlaubte Nutzung, verbotene Eingaben, Datenschutz, Kennzeichnung, Verantwortung. Vorlage, keine Rechtsberatung.
Seit Februar 2025 verlangt der EU-AI-Act (Art. 4), dass Mitarbeitende, die KI einsetzen, ein ausreichendes Grundverständnis haben — und dazu gehört, dass klar ist, was erlaubt ist und was nicht. Ohne schriftliche Regel gibt jeder im Team nach Gefühl Daten in KI-Tools. Diese Vorlage gibt dir eine fertige, anpassbare interne KI-Richtlinie an die Hand.
Erstellt von der FlowKI-Community. Vorlage, keine
Rechtsberatung — passe sie an deinen Betrieb an und lass sie im Zweifel prüfen. Die
[Platzhalter] füllst du selbst aus. Stand: August 2026.
So nutzt du die Vorlage
- Kopiere den Text unten in ein eigenes Dokument.
- Ersetze alle
[Platzhalter]durch deine Angaben. - Streiche, was nicht passt; ergänze branchenspezifische Punkte.
- Lass sie vom Team lesen und bestätigen (Nachweisbarkeit).
Vorlage: KI-Nutzungsrichtlinie [Firmenname]
Gültig ab: [Datum] · Verantwortlich: [Name/Rolle] · Version: 1.0
1. Zweck
Diese Richtlinie regelt, wie Mitarbeitende von [Firmenname] KI-Werkzeuge (z.B. ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot) im Arbeitsalltag nutzen dürfen — sicher, rechtskonform und im Sinne des Unternehmens.
2. Geltungsbereich
Gilt für alle Mitarbeitenden, Auszubildenden und externen Dienstleister, die im Auftrag von [Firmenname] KI-Werkzeuge einsetzen.
3. Erlaubte Nutzung
- Texte entwerfen, umformulieren, zusammenfassen und übersetzen.
- Ideen und Recherche als Ausgangspunkt (Ergebnisse immer prüfen).
- Code-Unterstützung, sofern kein vertraulicher Quellcode eingegeben wird.
- Nur freigegebene Tools: [Liste der erlaubten Tools].
4. Verbotene Eingaben
Nicht in KI-Tools eingeben:
- Passwörter, Zugangsdaten, API-Keys.
- Personenbezogene Daten von Kunden/Mitarbeitenden ohne Rechtsgrundlage.
- Geschäftsgeheimnisse, interne Finanzdaten, unveröffentlichte Strategien.
- Vollständige urheberrechtlich geschützte Fremdinhalte. (Siehe Begründung/Alternativen: interne Schulungsunterlage.)
5. Datenschutz & Vertraulichkeit
- Bevorzugt werden Tools mit EU-Serverstandort und abgeschlossenem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).
- Die Trainings-Nutzung der Eingaben ist, wo möglich, deaktiviert.
- Im Zweifel: Daten anonymisieren oder [Datenschutzbeauftragte/r] fragen.
6. Kennzeichnung (EU-AI-Act Art. 50)
- Nach außen sichtbare KI-generierte Inhalte werden gekennzeichnet.
- Ein KI-Chatbot im Kundenkontakt gibt sich als KI zu erkennen.
7. Qualität & Verantwortung
- KI-Ausgaben sind Entwürfe, keine fertigen Ergebnisse — die fachliche Prüfung bleibt beim Menschen.
- Keine wichtigen Fakten ungeprüft übernehmen (Halluzinationsrisiko).
- Die Verantwortung für veröffentlichte/verschickte Inhalte trägt die freigebende Person.
8. Schulung
Alle Nutzenden erhalten eine Einführung in sichere KI-Nutzung. Fragen gehen an [Ansprechpartner].
9. Verstöße
Verstöße gegen diese Richtlinie werden [Konsequenz/Verfahren] behandelt.
Bestätigung: Ich habe die KI-Richtlinie gelesen und verstanden. Name: __________ Datum: __________ Unterschrift: __________
Nach dem Ausrollen
- Richtlinie an alle verteilt und Bestätigung eingeholt.
- Liste erlaubter Tools aktuell gehalten.
- Bei Gesetzesänderungen (EU-AI-Act/DSGVO) Version hochzählen.
- Neue Mitarbeitende bekommen sie im Onboarding.
Passt zusammen mit unserer EU-AI-Act & DSGVO-Checkliste und der KI-Sicherheits-Checkliste für Einsteiger.
Wie handhaben andere Betriebe ihre KI-Regeln? Erfahrungsaustausch in der FlowKI-Community.
// weiter geht's in der community
Fragen, Feedback, eigene Ergänzungen?
Dieses Freebie ist ein Startpunkt, kein Endpunkt. Im deutschsprachigen FlowKI-Club-Discord besprichst du deine Fälle mit anderen KI-Praktikern, bekommst Updates zu den Sammlungen zuerst und kannst eigene Beiträge einbringen.
Zur FlowKI-Community →